Der Mandant sitzt vor mir, Jugendlicher, Angeklagter, noch dazu vorbestraft. Viel Hoffnung auf eine weitere Bewährung kann ich ihm nicht machen.
Während wir reden schaut seine Mutter schon etwas streng. Als ich ihm zum Schluss aber wünsche, in Zukunft nicht mehr straffällig zu werden, sagt mir der Blick der Mama alles: Nach einer erneuten Tat und vor einem dann folgenden JVA-Aufenthalt steht erstmal ein heimisches Donnerwetter.
Das dauert dann zwar nicht so lange, ist aber sicherlich auch sehr eindrucksvoll.
Mittwoch, 14. Mai 2008
Strafe
Freitag, 9. Mai 2008
Can. 1008ff CIC live
So, am Samstag ist es soweit. Die Anwendung der kirchenrechtlichen Vorschriften für die Priesterweihe (Can. 1008 ff im Codex Iuris Canonici) kann zumindest teilweise in St. Sebastian zu Magdeburg bestaunt werden.
Wollen mal sehen, wie sich unser ehemaliger ASL-Praktikant als Pfarrer so anstellt....Ich glaub, das wird schon passen!
Verkehrsminister greift Polizei direkt unter die Arme
Das wäre zumindest die positiv optimistische Version einer Schlagzeile, die der sächsische Verkehrsminister u.a. dem Focus gestern offenbar geliefert hat. Herr Jurk hatte nämlich kurzerhand selbst einen Motorradfahrer mit einer Kelle rausgewunken, weil dieser sich scheinbar etwas verkehrswidrig verhalten hat.
Um ehrlich zu sein: Manchmal wünschte ich mir eine solche Kelle auch, um den ein oder anderen aus dem Verkehr zu ziehen, der grad mal wieder meine hintere Stoßstange beschnuppert oder mit 90 in der linken Spur dahin dümpelt.
Zum Focus Artikel
Mittwoch, 7. Mai 2008
Zeitverschiebung?
Anruf bei einem Finanzamt, Dienstag gg. halb zehn. Der Anrufbeantworter geht ran:
"Guten Tag, Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Unsere Sprechzeiten sind ..., Dienstags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr..."
Ich wußte ja schon immer, dass ich in meiner eigenen Zeit lebe!
Mittwoch, 30. April 2008
Flexibilität ist alles!
Aufgrund des bevorstehenden kirchlichen Festes fällt mir die Aufregung aus der Karwoche wieder ein.
Die Mandantschaft wollte am Freitag vor Palmsonntag eine einstweilige Verfügung bei der kirchlichen Gerichtsbarkeit erwirken. Das Gericht befand sich jedoch quasi im Urlaub, zumindest die reguläre Richterin. Der ansonsten offenbar selten in Anspruch genommene Vertreter nahm sich der Sache an. In einer ziemlich abenteuerlichen Aktion haben wir, also der Richter als telefonische Vermittlungsstelle zwischen mir und dem Kollegen der Gegenseite, dann einen Vergleich ausgehandelt, der pünktlich Gründonnerstag Mittag unter Dach und Fach war. Damit konnten sich alle Beteiligten sorgenfrei ihren kirchlichen Pflichten hingeben.
Zum Glück verlief diese Woche um einiges ruhiger!
Nach Erledigung aller Fristen für diese Woche, kann das verlängerte Wochenende nun kommen!
Unnötige Eile
Mein Online-Zugang zur Recherchequelle drohte unerwarteterweise mit Ablauf des heutigen Tages ungültig zu werden. Diesen Fakt beachtend richtete ich mich gestern Abend auf eine lange Arbeitsnacht ein, um notwendige Recherchen für verschiedene Bereiche für die nächsten Tage und Wochen noch durchzuziehen.
Vor dem heimischen Rechner mit ausreichend Verpflegung versorgt und seelisch und moralisch darauf eingestellt, bezog ich Position, um letztlich nach nur wenigen Minuten die Schlacht für beendet zu erklären.
Wie durch ein Wunder wurde die Gültigkeitsdauer nun doch (korrekterweise) verlängert. Verstehe einer Online-Systeme. Bin gespannt, wann sich das wieder ändert.
Der Vormittag
Die Hauptverhandlung begann fast erwartungsgemäß mit einem Rechtsgespräch. Als klar war, dass sich die Angeklagten einlassen würden, wurde mit deren Vernehmung begonnen. Soweit, so gut. Im Streit stand eigentlich nur die rechtliche Frage der Mittäterschaft meines Mandanten an einer der vorgeworfenen Taten.
Trotzdem ging es nach den geständigen Einlassungen der Angeklagten in weitere Zeugenvernehmungen. War zwar eigentlich unnötig, aber letztlich stimmte dann wenigstens die avisierte Verhandlungsdauer. Ich hätte am Vormittag eh sonst nichts zu tun gehabt.
Wenigstens war das Ergebnis für den Mandanten verträglich, so dass sich der Tag doch noch irgendwie gelohnt hatte.
